Keine Reise ohne Souvenir, kein Museum ohne Museumsshop. Diese Shops sind eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle und viele internationale Museen bessern ihre Kasse damit auf. Einige sind darauf angewiesen, da sie keinen Eintritt verlangen, andere (die Firmenmuseenalla Thuniversum ) sind die eigentliche Hauptattraktion. Der Hauptunterschied besteht aber meistens in der Qualität der Angebotenen Ware. Der Trend in den letzten Jahren wareindeuting hin zu Qualität und weg vom Kitsch. Da würde man meinen, dass ein relativ neues Museum, wie das ” Südtiroler Archäologiemuseum“, nicht wieder in die Kitschfalle tappt. Aber weit gefehlt, nicht nur dass die Schneekugel mit dem Ötzi drin kitschig ist, sie ist sogar zynisch, schließlich wurde der Ötzi ja eingeschneit. Sie, und die Leute die das kaufen finden diese Übereinstimmung wohl lustig.
souvenir
Dass es auch anders geht zeigt der Souvenirshop von Kanada, wo Designer die Mitbringsel gestalten. Auch freie und junge Designer dürfen ihre Entwürfe einschicken. Hallo, das ist ein Wink für die Uni, die könnten ja ein Projekt in der Design-Fakultät anstoßen, oder?

Bozen - Bolzano (Italy): Ötzi the Iceman in the snow, originally uploaded by sarrelibre.



KürbissuppeLetztes Jahr amüsierten wir uns über die Lektüren der Südtiroler Blogger und heuer wollen wir mal eine Parade starten. Passend zu unserem leicht ironischen Blog-Namen natürlich mit kulinarischer Ausrichtung. Es geht darum einen Beitrag zu verfassen und 5-10 Gerichte zu nennen, die ihr mindestens einmal im Monat essen “müsst”, anschließend setzt einen Link zu diesem Beitrag, damit wir es auch merken ;-). Ziel ist es ein Gefühl davon zu bekommen, was heutzutage in Südtirol so auf den Tisch kommt. Denn auf der einen Seite wird die Küche internationaler und gleichförmiger, auf der anderen Seite haben lokale Spezialitäten wieder mehr Anhänger gefunden. Bitte gebt Wir präsentieren dann die Ergebnisse unserer kleinen Umfrage.

E per farlo ancora più divertente lancio la parade a tutti i blogger altoatesini - nominate 5 piatti che non può mancare una volta al mese. Prego nominate piatti completi (non dite solo pizza o pasta, p.es. “pizza margherita”) e mettete un link a questo post.

Per cominciare ecco la mia lista:

  • Speckbrot
  • Knödel mit Salat
  • Mozzarella mit Tomaten
  • Gnocchi mit Butter und Salbei
  • Spaghetti aglio, olio e peperoncino
  • Spargel mit Boznersoße (in der Saison)
  • Kürbissuppe (im Winter)


E per cominciare bene chiamo alla risposta un paio di blog.



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:



Logo BBTDass der Brennerbasistunnel eher ein Prestigeprojekt, als eine wirkliche Lösung der Tranistproblems ist, sollte inzwischen jedem Bekannt sein. Auch dass derBBT in die Trasse der Hochgeschwindigkeitszüge (TAV ) von Palermo nach Berlin eingefügt wird lässt an eine Lösung des Güterverkehrs zweifeln. Aber wenn wir die Beteuerungen glauben und derBBT wirklich für die Entlastung der Autobahn, sprich LKW’s auf die Bahn, bringt, dann wollen wir doch annehmen, dass es so schnell wie möglich soweit sein sollte.

Auf dem Blog von Riccardo della Sbarba konnte ich heute über eine Studie lesen, welche die Bauzeiten von so langen Tunneln vergleicht:

Pubblico qui sotto i diagrammi. Come si vede, invece che il 2015 come previsto dal progetto (intanto la BBT ha allungato la previsione al 2022) lo studio fa l’ipotesi del 2029.


Freie Übersetzung: In den vorgestellten Diagrammen sieht man, dass dieses Projekt bis 2015 abgeschlossen sein sollte (inzwischen nennt dieBBT das Jahr 2022), die Studie nennt 2029 als einen möglichen Termin.

Das heißt frühestens in 14 Jahren, wenn wir die Zulaufstrecken usw. nicht berücksichtigen. Klingt ja auch nicht so weit weg, aber wenn wir uns mal überlegen dass es die Brennerautobahn erst seit 1972 wirklich gibt schaut das schon anders aus. In etwas mehr als 30 Jahren sind aus ca. 150.000LKWs pro Jahr 2.000.000 geworden, welche über den Brenner rauschen. Allein in den letzten 8 Jahren hat sich der Verkehr um 45% erhöht. Wenn in Zukunft das Verkehrsaufkommen auch nur halb so schnell wächst (und es wird wachsen), dann haben wir in 14 Jahren 3.000.000LKWs zu bewältigen (frei nach Adam Riese).

Und was sagt uns das?
Na dass wir nicht erst auf das Wunder BBT (sofern es eines ist) warten sollten, sondern schon jetzt etwas dagegen unternehmen. Wie heißt es so oft in amerikanischen Foren, schreibt eurem Abgeordneten. Hier würde ich vorschlagen mal dem Luis einen Brief zu schreiben und sich ein wenig umzuhören. Es geht ja nicht nur darum gegen den BBT zu sein, sondern das Problem Transitverkehr wirklich anzugehen.



Nach den wochenlangen Regenfällen hat nun die Saison der Organspender, wie Motorradfahrer auch gern genannt werden, wieder begonnen. Wir haben schon letztes Jahr über die Statistiken der Aufklärungskampagne berichtet, und deren spärlichen Erfolge. Wir können ja durchaus die Begeisterung der Motorradfahrer verstehen, Kurven fahren ist schöner als geradeaus und schnell fahren kickt mehr als langsam fahren. Aber die Kombination von schlechter Streckenkenntnis und zu wenig Erfahrung mit Bergstraßen ist Brandgefährlich. Ein weiterer Faktor sind die anderen Straßenteilnehmer, denn ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Passfahrer sind Touristen, also andere Teilnehmer mit wenig Streckenkenntnisund wenig Erfahrung mit Bergstraßen.

Wenn man die Statistiken ansieht, könnte man meinen, dass die Anzahl der Unfälle und Toten eher mit dem Wetter als mit den Aufklärungskampagnen zu tun haben. Vielleicht wäre ja eine wirklich neue Strategie von Nöten. Im anschließenden Video kann man ein paar Halsbrecherische Manöver sehen, sie nicht so extrem wie manche Polizeivideo, aber schon der normale Wahnsinn ist meiner Meinung nach zuviel.

Mein Vorschlag wären geregelte Fahrtzeiten für besonders interessante Pässe. Zum Beispiel von 11-12 Uhr die Passstraße nur in eine Richtung für Motorräder freigeben, abfahren in 1 Minuten-Takt. Da können sie dann sich richtig gehen lassen. Und wer da dann zu übermütig wird, den hauts halt dann aus der Bahn und trägt die Kosten für seine Bergung selbst. Zumindest wäre dann die Gefahr für andere etwas gemildert.



titel zahlenDas Landesinstitut für Statistik hat letzte Woche die Broschüre “Jugend in Zahlen - 2006” veröffentlicht. Es gibt einen ganz guten Überblick. Gut finde ich, dass die heißen Themen gleich mal zuletzt angegangen wurden, das Rauchen und der Alkohol bei Jugendlichen. Sie kommen gleich nach der Strukturellen Analyse, also der Auflistung wie sich die Jugend in Südtirol zusammensetzt. Interessant finde ich bei der ersten Analyse, dass sich der Trend fortsetzt, dass es mehr Männer (oderJungs ) als Frauen (Mädchen) gibt. Man hört ja immer noch die weit verbreitete Meinung, dass es mehr Frauen als Männer gibt. Diese Behauptung kommt noch aus der Zeit nach den Weltkriegen, wo die meisten Männer gefallen waren und stimmte heute nur mehr, wenn man das Verhältnis Frauen/Männer über diegesamte Gesellschaft betrachtet. Diese wird insgesamt älter, hier kommt dann der Faktor in Spiel, dass Frauen meistens länger leben als Männer und schon erklärt sich der Überschuss.

Nun aber zurück zur Jugend. Auch wenn ich ein Lob auf die Aktualität der Zusammenstellung der Fragen ausdrücken muss, gibt es auch Lücken. In der folgenden Aufstellung will man herausfinden, was die Jugend so an Alkohol trinkt - Menge je nach Art. Aber was fehlt? Das was am meisten getrunken wird, Liköre und Superalkohol.

Auch werden andere Themen ausgespart. Zum Beispiel wird gefragt ob die Jugendlichen in eineKunstgalerie gehen, nicht aber ob sie auf politischen Kundgebungen waren oder sich sozial Engagieren. Es wird immer darüber gesprochen, dass die Jugend sich nicht für Politik und wenig für Soziales interessiert, aber wenn man die Möglichkeit hätte sie dazu zu befragen wird das nicht gemacht. Ein Versäumnis. Aber auch so ist die Lektüre recht amüsant und einen Blick wert.



Beregnung bei Regen

Die Bewässerung der Obstwiesen in Südtirol ist ein Privileg, das nur wenige Obstbauern auf der Welt haben. Denn nicht überall wo Äpfel wachsen können, ist auch genügend Wasser vorhanden um mit der VerschwenderischenBeregnung nach Südtiroler Prinzip die Bäume am verdursten zu hindern. Tropfberegnung heißt das Stichwort. Die hilft natürlich nicht gegen den Frost im Frühjahr und deshalb gehört auch dieser Frost-Schutz zum Luxusanbaugebiet Südtirol.

Es gibt aber doch Gebiete in Südtirol wo etwas Wasserknappheit herrscht. Das Vinschgau und das hintere Passeiertal gehört dazu. Hier haben die Bauern Wasserrechte, welche ihnen zu gewissen Zeiten eine gewisse Menge Wasser zuteilt. Dieses verwenden sie dann um die Wiesen zu bewässern. Falls sie das nicht tun, kann es auch schon mal vorkommen, dass sie das Recht verlieren (hat was von nicht verbrauchten Geldern in der öffentlichen Verwaltung). Deshalb wird immer bewässert wenn möglich - auch wenn es regnet - auch wenn es schon seit Wochen regnet. Das ist dann ein etwas komischer Anblick - aber Bürokratie war ja noch nie mit Hausverstand ausgestattet.



wasserstoffSeit Jahren hören wir jetzt schon, dass die Zukunft der Fortbewegung im Wasserstoff liegt. Die Brennstoffzelle soll all unsere Sorgen zunichte machen und eine Emissionsfreie nachhaltige Fortbewegung schaffen. Auch die Landesregierung will unter dem Motto „Taten statt Worte“ geplant eine Wasserstofftankstelle zu bauen.

Das ist alles schön und gut, doch die Entwicklung ist sehr träge auf diesem Gebiet und die Hauptprobleme wie Herstellung (der zur Zeit verwendete Wasserstoff wird aus Erdgas oder Kohle hergestellt) und Vertrieb sind noch gar nicht ernsthaft angegangen worden. Gibt es also neben dem Wasserstoff noch Alternativen?

Das erste das einem Einfällt sind die Biokraftstoffe, die rund um die Welt gerade die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Aber es gibt auch andere, näher liegende. Strom – hergestellt aus regenerativen Energiequellen (z.B. Wasserkraft). Wäre also für Südtirol doch auch interessant, oder?

Dass Batteriebetriebene Fahrzeuge vielleicht schon bald den Wasserstofftraum platzen lassen könnten erfährt man in einem interessanten Beitrag vom Deutschlandfunk. Es kommen Experten aus den verschiedenen Lager zu Wort und es wird kräftig mit Vorurteilen aufgeräumt. Sehr empfehlenswert, hier ein paar Auszüge:

“Aber - wenn alle mit Strom statt Benzin fahren - das geht doch gar nicht. So viel Strom muss man doch erst einmal erzeugen. Da muss man doch zig neue Kraftwerke bauen. Und was sollen das für welche sein? Kohle? Atom?”

…Das ist nicht der Fall, wenn man die Wirkungsgradsteigerungen berücksichtigt. …Wir haben ausgerechnet, dass wenn wir Windstrom für den Antrieb unserer Fahrzeuge benutzen, dass wir dann einen Faktor, der liegt zwischen 2,5 und 3 gewinnen. Also nicht nur ein paar Prozent, sondern Faktoren gewinnen in Bezug auf Energieeffizienz.”

Mehr zu lesen gibt’s hier: Benzinkutsche tankt Strom

Oder als MP3-Download (sehr gut gemacht): Die Benzinkutsche tankt Strom - Zweiter Teil Zukunft des Energisparens: MP3, Flash



Projekt Synagoge arIm heiligen Land Tirol hat ein kleiner Frosch für viel Aufsehen gesorgt. Die Geschichte ist wohl jedem bekannt und nervt auch schon. Wir wollen hier deshalb nur darauf hinweisen, dass die Katholiken nicht alle gleich sind und das die Toleranz gegenüber bzw. das Verständnis der Kunst auch weiter gehen kann als es hier vorgeführt wurde.

Maurizio Cattelan, ein italienischer Künstler hat in Deutschland eine Installation gemacht, welche an zwei Standorten, einer Synagoge und einer katholischen Kirche, sich “auf das historische Verhältnis der Religionen, deren Grenzen und Möglichkeiten und die universellen Gefühle von Schuld und Hoffnung” verweist.

Interssant für uns ist zu sehen, dass hier an einer Kirche, die Kreuzigung einer Frau gezeigt wird und es zu keinem Aufschrei der Massen gibt. Bei uns darf Kunst höchstens im Museum frei sein, in einem kontrollierten Kontext - Achtung hier zeitgenössische Kunst! Aber auch das stimmt ja nur bedingt.

Mehr Infos findet ihr hier: VON CHRISTUS BIS ABU GHUREIB



Gefunden, gelesen, gut befunden, weitergegeben:

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